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Im Dezember erscheint Gesas erstes Buch

"La Dorfe Vita - Die unersättliche Leichtigkeit des Schweins"

Die unersättliche Leichtigkeit des Schweins

»Ich war jung und brauchte das Feld«

Gesa Dreckmann wuchs in den unendlichen Weiten Norddeutschlands auf, wo jenseits der großstädtischen Enge alle möglichen Spleens munter sprießen können.
Darum ist es in ihrem Dorf auch nicht ungewöhnlich, dass Dietrich für seine »Zyklopenshow« ein Auge rausholt, die örtlichen Brandhüter beim »Feuerwehrgate« zündeln oder ein Schwein auf dem Beifahrersitz durch die Gegend kutschiert wird.

Witzig und liebevoll erzählt Gesa Dreckmann vom Landleben zwischen schweigsamen Bauern, schwarz gebranntem Schnaps und überraschend toleranten Dorfwohnern und kommt zu dem Schluss:
Ich bin und bleibe eine Dorfperle!

Gesas erstes Buch bei Bastei Lübbe

Vorwort von Atze Schröder

Wenn sie denken, sie hätten einen ihrer Freunde auf ungewöhnliche Weise kennengelernt, dann lesen sie erstmal wo und wie Gesa und ich uns trafen. Spannender geht's gar nicht.

Ich war damals grad mit meinem Segelboot 'Muddi' Einhand in der Karibik unterwegs und auf dem Weg von Kuba zu den britischen Virgin Islands, als wir in den schwersten Sturm meines Lebens segelten.

Meine bolivianische Perserkatze 'Fips' war schon den ganzen Vormittag so unruhig gewesen und hatte sich tief in die Biberbettwäsche meiner gemütlichen Koje vergraben. Wie aus dem Nichts brach die Hölle los. Der Himmel war plötzlich tiefschwarz und der Wind peitsche in Sekunden mit über 12 Beaufort. Sintflutartiger Regen, beleuchtet von apokalyptischen Blitzen. Wellenberge türmten sich zu Kathedralen auf. Es war die reinste Hölle.

Eine Monsterwelle packte das Boot und schleuderte es herum. Der Mast brach, das Segel riss und der hinter Teil des Genakerbaums schlug mir krachend gegen die Stirn. Ich war auf der Stelle Bewusstlos, doch bevor mein kleiner Segler in Fluten versank muss ich über Bord gespült worden sein.

Als ich auf dem Strand einer dieser typischen weissen, haitianischen Karibikinseln erwachte, fühlte sich mein Körper an, als wäre jeder Knochen gebrochen. Die Sonne brannte schon erbarmungslos auf meinen Schädel. Ich muss für Stunden weg gewesen sein.

Als ich die Augen aufschlug, blickte ich in das Gesicht einer wunderschönen Haitianerin. Sie hielt meinen Kopf und flösste mir mit einem Tonkrug frisches, kristallklares Wasser ein.

Ihre unglaublichen Lippen, die an eine aufgeplatzte Passionsfrucht erinnerten, öffneten sich und sie sprach mit nordischem Akzent: "Oh Mann du Döspaddel, do häs du ja nochmol Glück hat. Wat mok we nu met di?"

Wir küssten uns für Stunden und eher die Sonne unterging, hatten wir uns achtzehnmal geliebt.

Diese Geschichte stimmt zwar überhaupt nicht, aber ich habe mal gehört, dass man den Leser schon im Vorwort fesseln soll.

Also, Gesa und ich trafen uns in einer dieser typischen Schmuddelkneipen, in dem an Schmuddelkneipen nicht armen Köln. Ihre ersten Worte waren: "Ich heiß Gesa Dreckmann, komm vom Dorf und du kannst mich nicht untern Tisch trinken, weil mein Papa hat ne Schnapsbrennerei.
Diese Frau wusste wie man ein Männerherz erobert. Es wurde einer meiner lustigsten Abende und wir schlugen uns gegenseitig eine Anekdote nach der Anderen, plus die ganze Nacht um die Ohren.
So entstehen Freundschaften für's Leben.

Gesas wahre Geschichte ist so unglaublich, dass man auf vielen Seiten diese Buches gleichzeitig vor Lachen heult und entsetzt den Kopf schüttelt.

In einem kleinen Dorf in Schleswig-Holstein an einem Fluss namens "Bille", leben Gesas Eltern. Eine Haitianerin und ein echter Fischkopp. Gute Mischung, soviel steht schonmal fest. Ein Bauernhof, ne Schnapsbrennerei und jede Menge Schnapsideen, die alle stimmen.
Es wurde sogar in den Achtzigern ein Porno auf dem Hof gedreht. Vater Dreckmann hatte immer eine Vorliebe für Tiere und brachte tatsächlich mal einen Affen mit nach Hause.

In diesem saukomischen Buch sind alle Geschichten in Gesas gewinnender Art genüsslich beschrieben. Auf Haiti ist "La Dorfe Vita" jetzt schon Kult. Für mich auf jeden Fall.
Glückwunsch zum Besitz dieses Buches.


Viel Spass beim Lesen wünscht,

Euer
Atze Schröder

PS.: Den Schnaps von Papa Dreckmann gibt's wirklich. Er heisst: Hamfelder Oberförster" und schmeckt wie Aufwachen am Strand von Haiti.


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